Danke, dass ich hier heute sprechen darf! Mein Name ist Amed, ich bin 19 Jahre alt und lebe seit 3 Jahren in Deutschland. Ich bin mit 15 Jahren aus dem Nordirak geflüchtet. Ich musste meine Heimat verlassen, weil ich dort als Ex-Muslim verfolgt worden bin. Ich bin mit 15 Jahren inhaftiert und gefoltert worden und konnte danach nicht mehr sicher im Nordirak leben. Ich will in einem Land leben, wo Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit herrscht. Ich will auch als Atheist in Sicherheit sein. Aber auch hier in Deutschland kann ich nicht offen sagen, was ich über den Islam denke. Auch hier in Deutschland bekomme ich regelmäßig Drohungen. Ein strenggläubiger Muslim hat mir sogar einmal gedroht, dass er mir den Kopf abschneidet. Der politische Islam ist auch in Deutschland ein Problem. Und genau deshalb stehen wir heute hier. Vor genau einem Jahr wurden hier 12 Menschen getötet und 55 Menschen verletzt. Ein bekannter, fanatischer Islamist lenkte einen Laster in einen Weihnachtsmarkt und machte den Ort der Freude zum Ort des Schreckens. Trotz Überwachung durch den deutschen Staat, kann er seine Pläne ungehindert umsetzen. Der islamistische Terror ist nicht mehr nur ein Problem im Mittleren Osten. Und die Angst schwingt immer mit. Angst vor islamistischen Terror haben nicht nur Deutsche. Die Angst verbindet uns auf der ganzen Welt. Meine Mutter im Nordirak hat immer Angst um mich, weil sie Angst vor Terroranschlägen in Europa hat. Und ich habe immer Angst, dass meine Familie im Nordirak Opfer eines Anschlags werden könnten. Aber die Angst trennt uns auch. Viele Deutsche haben Angst vor Muslimen und viele Muslime fühlen sich verdächtigt. Selbst ich kenne das Gefühl, wenn Leute in mir einen Terroristen sehen. . Ich kenne selber das Gefühl, wenn Leute in einem einen Terroristen sehen und mich zum Spaß mit Allahu Akbar anbrüllen. Das ist nicht witzig, wenn man selbst vor dem Islam geflüchtet ist. Und für Muslime führt es eher dazu, dass sie sich radikalisieren. Deshalb ist es richtig und wichtig für ein friedliches Miteinander zu werben. Die meisten Muslime wünschen sich auch Frieden und Sicherheit. Aber man darf nicht naiv sein. Jede Religion hat ein gefährliches Potential. Der traditionelle Islam ist nicht tolerant. Und es gibt auch in Deutschland radikale Muslime. Bei einer Gedenkveranstaltung für Opfer islamistischer Gewalt, kann man keine Islamisten einladen. Das ist es für mich genau so, als würde man zu einer Gedenkveranstaltungen für Opfer rechter Gewalt die AfD einladen. Islamisten verbreiten ein intolerantes Gedankengut und fördern damit Gewalt. Genauso wie Rassisten mit ihren Hassparolen andere anstacheln. Bei einer Veranstaltung für ein friedliches Miteinander aller Menschen haben verfassungsfeindlichen Islamisten nichts zu suchen. Es ist ein Hohn gegenüber den Opfern des Anschlags. Und es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die so wie ich vor dem Islam geflüchtet sind. Zu einem friedlichen Miteinander gehört Toleranz und Respekt – und dazu können Islamisten genau so wenig beitragen wie Rassisten.

Amed